„Die Werkstatt Wo.W (Wohlbefinden im Wissenschaftsbetrieb) erprobt Maßnahmen, Regeln und Praktiken, die sich positiv auf Karriere und Wohlbefinden in der Wissenschaft auswirken.”
Dr. Niklas Heiland
Heiland & Caspari Prozessbegleitung, E-Mail
Wie können Wissenschaftler*innen gute Forschung und eine erfolgreiche Karriere mit persönlicher Gesundheit, Zufriedenheit und Wohlbefinden vereinbaren?
· Aus den Interviews abgeleitete Thesen:
In der Werkstatt Wo.W kommen Methoden zur Anwendung, die für Veränderungsprozesse im Kontext Hochschule nach unserem Kenntnisstand neu sind. Die explorativen Interviews wurden mit der Gesprächstechnik empathisches Zuhören aus der Theorie U geführt, die ein ganzheitliches Verstehen ermöglicht indem wir die Welt aus Sicht unseres Gegenübers sehen. Im Werkstattprozess arbeiten wir mit dem Ansatz der experimentellen Organisationsentwicklung (exOE), bei dem eine Veränderung getestet, systematisch ausgewertet und so organisationales Lernen ermöglicht wird, in diesem Fall ein Führungs-Workshop.
Innerhalb der Universität:
An die Fachöffentlichkeit:
Das Experiment Wo.W folgt einem systemischen Verständnis von Veränderung. Das Vorgehen erfolgt iterativ entlang der systemischen Schleife (Beobachtung, Analyse, Intervention). Mit den Werkzeugen der experimentellen Organisationsentwicklung (Kozica/Schaller 2021) werden Realitäten auf Probe in einem ergebnisoffenen und zeitlich begrenzten Prozess erfahrbar. Betroffene werden zu Mitgestaltenden und Forschenden einer Veränderung. Unsere Gesprächstechnik, die auf dem empathischen Zuhören (Theorie U) und dem Loop of Common Sense aufbaut, ermöglicht generative, beziehungsfördernde Prozesse.
In dieser Phase wird ein tiefgreifendes Systemverständnis der Herausforderungen generiert und potentielle Veränderungswege identifiziert. Grundlage sind 37 Interviews mit Postdocs sowie mehrere Interviews mit Expert:innen. Die Ergebnisse wurden intern vorgestellt (s. Transfer).
Die Umsetzungsphase mit der experimentellen Methode startet ab April 2025. Dazu werden alle von einer Veränderung betroffenen Gruppen sowie die relevante Umwelt aus Entscheider*innen, Zuständigen und Beauftragten einbezogen.
Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Kopp
Prozessgestaltung, Moderation: Severin Caspari, Dr. Niklas Heiland
Interviewer*innen: Severin Caspari, Dr. Niklas Heiland, Sylvia Kautz, Inga Stademann
Mitgestalter*innen im Co-Design: Postdocs und Professor*innen an der Universität Siegen, House of Young Talents, Gleichstellungsbüro, Dekane
Teilnehmer*innen an den Führungs-Workshops: Professor*innen