WERKSTATT Wo.W

Die Werkstatt Wo.W (Wohlbefinden im Wissenschaftsbetrieb) erprobt Maßnahmen, Regeln und Praktiken, die sich positiv auf Karriere und Wohlbefinden in der Wissenschaft auswirken.”

Standort

Universität Siegen
 

Laufzeit

11/2024 bis 10/2025
 

Ansprechpartner

Dr. Niklas Heiland

Heiland & Caspari Prozessbegleitung, E-Mail

Die Werkstatt adressiert die Herausforderungen psychischer und körperlicher Belastung in der Wissenschaft. Zielgruppe sind Postdocs ohne Tenure Track (Betroffene) und das relevante Umfeld (Dekanate, Leitungsebene, zuständige Einrichtungen). Wir verstehen das Thema als Nachhaltigkeitsherausforderung unter Bezug auf SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen). Darüber hinaus folgen wir der These, dass eine nicht-nachhaltige Arbeitskultur keine Nachhaltigkeit im weiteren Sinne hervorbringen kann. Die Werkstatt befindet sich aktuell in der Umsetzung. Die Ergebnisse werden im Oktober 2025 vorgestellt.

ZIELE UND ERGEBNISSE

Leitfrage

Wie können Wissenschaftler*innen gute Forschung und eine erfolgreiche Karriere mit persönlicher Gesundheit, Zufriedenheit und Wohlbefinden vereinbaren?

Ziele

Ergebnisse

·        Aus den Interviews abgeleitete Thesen:

ÜBERTRAGUNG

Leuchtturm

Was ist das Besondere bzw. die Innovation?

In der Werkstatt Wo.W kommen Methoden zur Anwendung, die für Veränderungsprozesse im Kontext Hochschule nach unserem Kenntnisstand neu sind. Die explorativen Interviews wurden mit der Gesprächstechnik empathisches Zuhören aus der Theorie U geführt, die ein ganzheitliches Verstehen ermöglicht indem wir die Welt aus Sicht unseres Gegenübers sehen. Im Werkstattprozess arbeiten wir mit dem Ansatz der experimentellen Organisationsentwicklung (exOE), bei dem eine Veränderung getestet, systematisch ausgewertet und so organisationales Lernen ermöglicht wird, in diesem Fall ein Führungs-Workshop.

Adaption

Wie wurde der Leuchtturm angepasst?

Transfer

Wie wurden die Ergebnisse weitergegeben?

Innerhalb der Universität:

An die Fachöffentlichkeit:

METHODIK

Das Experiment Wo.W folgt einem systemischen Verständnis von Veränderung. Das Vorgehen erfolgt iterativ entlang der systemischen Schleife (Beobachtung, Analyse, Intervention). Mit den Werkzeugen der experimentellen Organisationsentwicklung (Kozica/Schaller 2021) werden Realitäten auf Probe in einem ergebnisoffenen und zeitlich begrenzten Prozess erfahrbar. Betroffene werden zu Mitgestaltenden und Forschenden einer Veränderung. Unsere Gesprächstechnik, die auf dem empathischen Zuhören (Theorie U) und dem Loop of Common Sense aufbaut, ermöglicht generative, beziehungsfördernde Prozesse.

ABLAUF

Exploration

In dieser Phase wird ein tiefgreifendes Systemverständnis der Herausforderungen generiert und potentielle Veränderungswege identifiziert. Grundlage sind 37 Interviews mit Postdocs sowie mehrere Interviews mit Expert:innen. Die Ergebnisse wurden intern vorgestellt (s. Transfer).

Co-Design und Experiment

Die Umsetzungsphase mit der experimentellen Methode startet ab April 2025. Dazu werden alle von einer Veränderung betroffenen Gruppen sowie die relevante Umwelt aus Entscheider*innen, Zuständigen und Beauftragten einbezogen.

BETEILIGTE UND IHRE ROLLEN

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Kopp

Prozessgestaltung, Moderation: Severin Caspari, Dr. Niklas Heiland

Interviewer*innen: Severin Caspari, Dr. Niklas Heiland, Sylvia Kautz, Inga Stademann

Mitgestalter­*innen im Co-Design: Postdocs und Professor*innen an der Universität Siegen, House of Young Talents, Gleichstellungsbüro, Dekane

Teilnehmer*innen an den Führungs-Workshops: Professor*innen

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